“Quartierspapier Moabitwest ” stellt Transaidency vor

Transaidency e.V. – für und von (Neu-)MoabiterInnen

Isabell Strieder vom QM hat nachgefragt – bei Transaidency e.V.

Wie kamt Ihr auf die Idee, einen eigenen Verein, den Transaidency e.V., zu gründen?
Alles begann im Zuge der „Flüchtlingskrise“. Wir wollten uns engagieren und begannen mit Aktionen für Gelüchtete wie „Aktion Deutschtüte“ oder „Ni- kolausaktion in den Notunterkünften“. Daraus ent- stand im Laufe der Zeit die Idee, Transaidency e.V. zu gründen. Wir sind heute ein junges, interkultu- relles und dynamisches Team, das für Innovation, Transparenz und Nachhaltigkeit steht. Wir haben unterschiedliche Kulturen, sprechen unterschiedli- che Sprachen, arbeiten in unterschiedlichen Bran- chen und haben unterschiedliche Interessen. Die meisten Vereinsmitglieder kommen aus Familien mit Fluchthintergrund. Sie haben es „geschafft“ und wollen ihre Erfahrungen weitergeben und Vorbilder für andere sein.

Der Fokus des Vereins liegt jedoch bewusst nicht nur auf der Hilfe von Gelüchteten. Wir denken, dass eine Gesellschaft nur funktionieren kann, wenn sich die dazugehörigen Menschen für diese Gesellschaft einsetzen und immer weiter daran arbeiten. Unser Ziel ist es, den gesellschaftlichen Wandel aktiv mitzugestalten und in die richtige Richtung zu lenken.

Vereinsvorstand: Rai, Jouanna, Samer (v.l.) © transaidency e.V.

Warum habt ihr Moabit als Standort gewählt?

Unsere ersten Aktionen für Gelüchtete fanden am LAGeSo statt. Nachdem einige Vereinsmitglieder in Moabit aufgewachsen und weitere hier schon lange Jahre im sozialen Bereich tätig sind, besteht eine besondere Bindung zum Quartier. Wir kennen uns im Sozialraum sehr gut aus und sind mit loka- len Akteuren vernetzt.

Seit Beginn des Jahres setzt ihr mit den „Moa- biter Möglichkeiten“ ein neues Projekt um. Was genau umfasst dieses?
„Moabiter Möglichkeiten“ ist ein Berufsorientie- rungsprojekt. Es richtet sich an alle jungen Moab- iter_innen zwischen 18 und 27 Jahren, die Unter-

stützung brauchen, um in der Berufswelt Fuß zu fassen. Es umfasst drei Schwerpunkte:

  • Workshops zu verschiedenen Berufsfeldern. Hier kommen die Teilnehmer_innen mit jungen Berufstätigen in Kontakt und probieren sich praktisch in einem bestimmten Berufsfeld aus.
  • Qualiizierungsangebote zur Verbesserung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt, z.B. Bewer- bungs- und Kommunikationstrainings
  • eine Bildungsbörse, die am 24.11.17 zum ersten Mal stattinden wird. In einer locke-
    ren, café-ähnlichen Atmosphäre kommen die jungen Menschen in Kontakt mit jungen Mitar- beiter_innen von Ausbildern, Hochschulen und Arbeitgebern.Wir bieten zudem eine Sprechstunde zur Orientie- rung auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt an. Diese indet donnerstags von 13.30-15.30Uhr statt, wobei eine Anmeldung notwendig ist.Bis Ende 2018 ist eine Finanzierung des Pro- jektes über die Soziale Stadt gesichert. Welche Ziele habt Ihr euch gesetzt?
    Ziel der „Moabiter Möglichkeiten“ ist es, junge, nicht-arbeitende Bewohner_innen des Quartiers besser in das Gemeinwesen zu integrieren und ihnen neue Wege aufzuzeigen. Wir möchten Ihnen Kontakte zu Vorbildern vermitteln und ihre Moti- vation stärken, ihre berulichen Ziele zu verfolgen. Ein weiteres Ziel für die kommenden Monate ist der Ausbau unseres Netzwerks, um eine Basis für zukünftige Projekte aufzubauen.

    Aktuelle Angebote des Transaidency e.V.:

    • Qualiizierungsworkshops in den Bereichen Präsentation, Bewerbungsgespräche und eine Fortsetzung des PC-Kurses. Für alle Work- shops ist eine Anmeldung notwendig.

    • Bildungsbörse am 24.11.2017
    • Projekt „Dein Kiez zählt und wählt“ in Vorbe-reitung auf die Bundestagswahlen mit Work- shops, Diskussionsrunden, symbolischen Wahlen (14.09.2017,15-18 Uhr, Ottospielplatz) und einem Plenum (21.09.2017,19 Uhr, Stadt- schloss Moabit) in Kooperation mit dem Moabi- ter Ratschlag e.V.

http://www.moabitwest.de/fileadmin/content-media/media/ZEITUNG_moabiterINSELPOST/Quartierspapier_SeptOkt2017_webversion.pdf

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